Erftstadt im Oktober 2013

Hallo liebe Karnevalsfreunde,

                                                                                   

 

unsere 2. Radtour begann am Sonntag,25.August und endete am Donnerstag, 29.August 2013.

Wir sind in diesem Jahr von Ostfriesland ins Münsterland gefahren und haben den Ems-Radweg von Emden nach Münster zurückgelegt. Hier fließt die Ems durch romantische Moor- und Auenlandschaften, vorbei an Fischerdörfern und Städten mit Jahrhunderte alter Architektur. Ein Radlerparadies. Auf verkehrsfreien Wegen und ohne Steigungen rollten wir entlang der Ems, folgten dem Dortmund-Ems-Kanal flussaufwärts vom ostfriesischen Seehafen Emden bis zur quirligen Fahrradstadt Münster.

 

Sonntag:

Wir trafen uns um 6.30 Uhr auf dem Pater-Kentenich-Platz und fuhren mit unseren vollgepackten Rädern nach Liblar zum Bahnhof. Dort stiegen wir um 7.26 Uhr in den Zug nach Köln ein und nahmen dort den Anschlusszug nach Emden. In Emden um 12.15 Uhr angekommen, unternahmen wir gleich eine Stadtbesichtigung, dabei hielten wir Ausschau, wo wir unseren Hunger stillen konnten. Nachdem wir ein gutes Lokal ausfindig gemacht und uns für die anstehende Fahrt nach Leer gestärkt hatten, ging die Tour los. Auf der Fahrt nach Leer blies uns ein starker Wind entgegen und wir waren froh, nach 33 Km endlich in unserem Hotel die Fahrräder abzustellen. Anschließend machten wir einen Stadtbummel, um die Schönheiten dieses Fischer- und Seefahrerstädtchens mit seiner tausendjährigen Geschichte und den verwinkelten Altstadtgassen zu entdecken. Den Abend haben wir mit einem kühlen Jever-Pils ausklingen lassen.

 

Montag:

Nach einem guten Frühstück sind wir von Leer nach Haren (80 Km) gefahren. Auf dieser Radtour haben wir uns in Papenburg die Meyer-Werft mit dem größten überdachten Trockendeck der Welt und ihre Kreuzfahrtriesen angesehen. Hier werden sie geplant, zusammengebaut und über die Ems in die Nordsee überführt. Ein einmaliges Erlebnis. Weiter ging die Tour über Aschendorf, Heede, Lathen nach Haren. Haren ist eine traditionsreiche Schifferstadt und Heimathafen von über 300 See- und Binnenschiffen. Das Schifffahrtsmuseum zeigt deren Geschichte. Die große Überraschung: in Haren war Kirmes angesagt. Hier feierte die Bevölkerung von Freitag bis Montag Kirmes. Die gesamte Harener City war voll mit Schaustellerfahrgeschäften und Buden zugestellt. Die Beteiligung der Menschen war riesengroß und wir waren mittendrin. Das wünschten wir uns auch in Gymnich. So haben wir in gemütlicher Runde den Abend feucht-fröhlich beendet.

 

Dienstag:

Gestärkt mit deftigem Rührei mit Speck führte uns heute die Route von Haren nach Rheine (85 Km). Über die Kreisstadt Meppen (grüne Stadt am Wasser) fuhren wir nach Lingen. Lingen beeindruckte uns mit seinem alten Rathaus, den Bürgerhäusern und vor allem mit seinem massiven Pulverturm, der die mehr als 1025 jährige Historie der ehemaligen Festungs- und Universitätsstadt widerspiegelte. Dann radelten wir weiter nach Emsbüren. Hier hatten wir Hunger auf Kaffee und Kuchen, den wir genossen und uns für die letzten Kilometer nach Rheine gestärkt haben . Unser Hotel in Rheine lag etwas außerhalb, sodass wir uns eine Taxe bestellt haben,die uns in die Stadt fuhr. Der Taxifahrer war so freundlich und hat uns nicht nur in die beste Kneipe der Stadt gefahren, sondern vorher im Schnelldurchlauf alle Sehenswürdigkeiten der Stadt gezeigt und erklärt.

Selbstverständlich hat er uns auch nach einem fröhlichen Abend wieder in unser Hotel gefahren.

 

Mittwoch:

Auch heute war uns Petrus wiederhold, bei angenehmen Temperaturen und Sonnenschein begannen wir unsere letzte Fahrt im Münsterland.

Unser Ziel war die Fahrradstadt Münster (70 km). Wir radelten durch grüne Wiesen des EU-Vogelschutzgebietes, bunt gefleckte Kühe und Bauernhöfe waren unsere Wegbegleiter entlang der Ems.Über Emsdetten und Greven, wo wir eine Verschnaufpause einlegten, fuhren wir weiter nach Münster. In Münster am Nachmittag angekommen, haben wir unser Hotel direkt in der Altstadt bezogen, uns frisch gemacht und ab ging es in die wunderschöne Historische Altstadt mit ihrem Rathaus, den Prinzipalmarkt mit ihren prächtigen Giebelhäusern und der mächtige St. Paulus-Dom, sowie das Barockviertel. Die Lambertikirche mit den Täuferkäfigen haben wir besucht und dort eine Kerze für die unfallfreie Fahrt aufgestellt und ein Dankgebet gesprochen. Im Studentenviertel im Restaurant „Drübbelken“ haben wir in gemütlich-rustikaler Atmosphäre die frisch zubereiteten westfälischen Köstlichkeiten genossen. Dazu das Münsteraner Traditionsbier der Marke Pinkus Müller getrunken. Den Absacker nach einer schönen Fahrradtour bei herrlichem Sonnenschein während der gesamten Tour haben wir dann zur später Stunde auf dem Prinzipalmarkt getrunken, um danach unser Hotelzimmer aufgesucht.

 

Donnerstag:

Um kurz nach neun waren wir wieder startklar und nach einem kräftigen Frühstück gestärkt, nutzten wir die Gelegenheit, uns nochmal in der Universitätsstadt Münster um zu sehen. Hier stand an 1. Stelle das Rathaus mit seinem Friedenssaal als Stätte des Westfälischen Friedens (1648). Des Weiteren haben wir die schönen Geschäfte in den Arkaden angesehen und die Vielzahl von Fahrrädern bewundert. Nicht umsonst heißt Münster die Stadt der Tausend Fahrräder.

Aus dem Hotel ausgecheckt, traten wir die letzte Fahrt zum Bahnhof Münster an, um den Zug nach Köln um 12.32 Uhr zu besteigen. Unsere Fahrt endete um 14.45 Uhr in Erftstadt. Die letzten Reserven für die Kilometer nach Hause wurden nochmals abverlangt. So endete eine wunderschöne mit viel Sonne und mit vielen Sehenswürdigkeiten versehene Fahrradtour.

 

Die Fahrradtour ist ein ganz besonderes Erlebnis. Die Landschaft rauscht nicht an einem vorbei, sie präsentiert sich von ihren schönsten Seiten und man selber ist mittendrin.

 

Ich bedanke mich bei meinem Kameraden von „Staubwolke Gymnich“. Bei Reiner Bodden, Wolfgang Dörken, Reiner Feil und Paul-Peter Fuhs für die gute und harmonische Kameradschaft.Wir hatten viel Freude. Die nächste Tour ist schon in Planung.

Gerd Schiffer